Tierheim Choli Saland


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Glück hoch 3

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Diese Geschichte ist mal wieder fast wie ein Märchen man könnte wieder beginnen mit:

Es war einmal…

... an einem Samstag, an dem uns eine Frau und ihre Kinder einen Kater in einem absolut erbärmlichen Zustand brachte. Die Kinder hatten ihn beim Spielen in Wald gefunden. Er war wirklich mehr tot als lebendig und hatte kaum noch Kraft. Trotzdem gelang es ihm mit uns zu schmusen. Wir mussten ihn gleich notfallmässig zum Tierarzt bringen, weil er sonst das Wochenende sicher nicht überlebt hätte. Dies meinte auch die Tierärztin, als sie ihn sah. Sie mache uns keine grossen Hoffnungen, versorgte ihn aber mit allem was nötig war, steckte ihm eine Infusion und nun hiess es abwarten.
Und siehe da, am Montag hatte er nicht nur überlebt, sondern es ging ihm deutlich besser. Und er schmuste wie ein Weltmeister. Herr Gasser konnte ihn also ins Tierheim holen, wo er mal vorläufig in die Krankenbox kam, da er einige Medikamente nehmen musste. Beim Tierarzt hatte man ihn noch über 20 Zecken entfernt. Nach ein paar Wochen konnten wir dann sagen, Rico (so haben wir ihn genannt) ist über den Berg. Die ganze Zeit, die er dort war, war er so verschmust, dass wir wirklich sagen mussten, bei all den Katzen, welche wir nun schon im Tierheim beherbergt hatten, war er nun wirklich der Weltmeister. Wenn man mal anfing mit ihm zu schmusen, hörte er einfach nicht mehr auf. Wollte man eine Pause machen hielt er einen mit den Pfoten fest und warf sich auf den Rücken. Einmalig, wirklich. Als wir beschlossen, dass er nun in die Quarantäne zu ein paar anderen Büsis gehen kann, sahen wir auf einmal, dass er auf beiden Seiten von den Vorder- bis zu den Hinterbeinen, grossflächige Schorfwunden hatte, die wir uns nicht erklären konnten. Also musste er in ein separates Zimmer, da wir ja nicht wussten ob das etwas Ansteckendes sein könnte. Also wieder zum Tierarzt und einige Hautproben nehmen. Alles, wirklich alles, lies er über sich ergehen und schmuste sogar während den Behandlungen mit dem Personal und der Tierärztin. Die Auskunft des Labors war sehr vage. Es könne eine Futtermittelallergie sein, sie seien aber nicht sicher.

Herr Gasser kaufte ihm daraufhin ein Trockenfutter das für Allergiker gemacht wurde. Nun fanden wir es aber für ein so anhängliches und liebes Büsi ziemlich betrüblich so allein in einem Zimmer zu hocken und Herr Gasser und Frau Ruegg konnten ja nicht tagelang bei ihm hocken und schmusen. Denn bereits das Putzen dehnte sich durch all die Schmuserei in die Länge. In der Zwischenzeit hatten wir einen sehr süssen Kater bekommen, weiss mit etwas schwarz, der aber unglaublich ängstlich gegenüber Menschen war. Auch er kam in die Krankenbox und es war nicht möglich ihn anzufassen. Das Putzen des Käfigs war immer eine richtige Tortur für ihn. Nach einiger Zeit hatten wir die Idee, dass es für ihn vielleicht besser wäre, wenn er wenigstens ein ganzes Zimmer zur Verfügung hätte. Also wollten wir mal versuchen ob er sich bei Rico wohlfühlen könnte und so vielleicht von ihm lernen könnte, den Menschen zu vertrauen. Allerdings musste er dafür mit Netz eingefangen und sediert werden. Und wenn die Beiden sich zoffen würden, müssten wir dann für Rico ein anderes Logis finden, denn Larry (so hiess der Scheue) nochmals einzufangen um ihn wieder aus dem Zimmer zu nehmen wäre ein viel zu grosser Stress geworden. Aber man hat ja auch mal Glück. Larry fühlte sich nicht nur viel wohler in den Zimmer sondern er verliebte sich gradezu in Rico. Er schmiss sich an ihn und schmuste mit ihm, es war eine Freude. Allerdings liess er sich nach wie vor von uns nicht anfassen und wenn man ins Zimmer kam verschwand er erst mal unter dem Bett. Dann kam die Zeit der Jungkatzen. Und Rico war in dem Zimmer das eigentlich unsere Katzenbabystube ist.
Also nächstes Experiment, wir stellen den beiden zwei Jungkatzen ins Zimmer. Zuerst wurde ausgiebig gefaucht (die Jungmannschaft gegen die Grossen, nicht etwa umgekehrt) aber schon nach 2 Tagen war das Eis gebrochen. Die Kleinen schmusten und nuckelten bei Rico und spielten mit Larry. Und beide wurden richtige Babysitterkater. Sie schliefen zusammen mit den Kleinen und Larry war wie verwandelt. So verspielt hätten wir ihn nie vermutet. Und zu guter Letzt kam noch eine einzelne Jungkatze, welche keinen Platz gefunden hatte und so brachten sie die Leute ins Tierheim. Leonie hätte die Tochter von Larry sein können, auch sie viel weiss und etwas schwarz. Nachdem sich nun alle irre gut verstanden, vor allem aber Leonie die beiden Grossen gleich zu ihrem Hofstaat ernannt hatte und gleich die Prinzessin spielte, fanden wir, dass es an der Zeit sei für Rico und Larry einen Platz zu suchen. Natürlich wollten wir die Beiden auf keinen Fall trennen sondern zusammen vermitteln. Allerdings ist das nun wirklich sehr schwer. Erstens schätzen wir Rico auf 6-8 Jahre und Rico auf ca. 2 Jahre und wer würde schon einen so scheuen Kater haben wollen. Für Rico war das kein Problem, jeder der ihn kennen lernte wollte ihn gleich mitnehmen. Und Herr Gasser hätte ihn am Liebsten gleich selber behalten, so viel Freude machte er uns. Nachdem ich die Beiden im Internet ausgeschrieben hatte und auch darauf hinwies, dass man sich hier eine anderthalb Schmuser und einen halben Schmuser (den wir sind überzeugt, dass Larry eines Tages lernen wird, das Schmusen mit Menschen genau so schön sein kann, wie mit Rico zu schmusen). Das halt der Rico das Schmusen für Larry gleich mit übernimmt. Und siehe da, es kam eine Dame um sich die Beiden anzuschauen und schloss beide sofort ins Herz. Es mache ihr gar nichts aus, dass Larry so scheu sei, sie sei überzeugt, dass er bei ihr irgendwann auftauen werde. Allerdings hatte sie fast Bedenken, die Beiden von den Katzenbabys wegzunehmen, sie fand, es sei ja unheimlich, wie sehr sich die beiden Kater um die Jungen kümmere. Also versuchte ich ihr schmackhaft zu machen, dass es für Leonie sehr einsam werden würde ohne die Beiden, und da die anderen beiden Jungkatzen bereits versprochen waren, würde sie ja bald ganz alleine zurückbleiben mit hätte dann niemandem zum spielen. Die Dame fuhr also heim um sich alles zu überlegen und rief bereits am Sonntag an, sie habe sich das sehr gut überlegt und sie möchte gerne alle Drei nehmen. Sie verfügt über eine riesige Wohnung und grossen Balkon und der Platz war also auf jeden Fall gegeben.^Was für eine Freude.

Allerdings musste Larry halt auch zum Platzieren nochmals eingefangen und sediert werden. Aber schon bald kam Nachricht, dass sich die Drei bestens eingelebt hätten. Rico und Leonie sowieso, Larry sei noch sehr zurückhaltend würde aber wenn alles ruhig sei doch auch schon die Wohnung erkunden und mit Leonie spielen. Und die neuesten Nachrichten: Leonie hat den Rico zum nuckeln und schmusen und den Larry zum spielen. Und Larry streicht doch schon um die Beine seiner neuen Besitzerin wenn es ums Fressen geht.

Das die Drei ein so grosses Glück finden würden, wer hätte das gedacht.
Dass wir immer wieder so tolle Menschen finden, die sich so toll um ihre Katzen kümmern, die auch auf die Bedürfnisse der Katzen eingehen, und oder auch kranke oder behinderte Katzen zu sich nehmen, dass macht uns die Arbeit mit den Tieren so wertvoll.

Elisabeth Frutiger
Comp. Doc-Date 26/09/2009

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