Tierheim Choli Saland


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Kater Beatle

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Kater Beatle: Einmal aus meiner Sicht
Von Irmgard Jäntschke

Hallo, ich bin Beatle der schwarze Halbangorakater der jetzt anstelle von Fineli bei Frau Jäntschke leben darf. Nachdem Fineli wieder in Tierheim Choli zurückkam (lesen Sie die Geschichte im Katzenschrei Nr. 2) und Frau Jäntschke sie regelmässig besuchen kam, meinte der Katzenvater, Herr Gasser, ich sei ein ruhiges Tier, das gut zu Frau Jäntschke passen würde.

Schau mir in die Augen, Kleines...

So befasste sich meine zukünftige, zweibeinige Mami etwas näher mit mir. Ich witterte meine Chance und ging nach dem Motto „Casablanca“ – schau mir in die Augen, Kleines“, vor. Und meinen wunderschönen, grünen Augen kann nämlich nur selten jemand widerstehen. Sie schaute mir tief in die Augen und um alles perfekt zu machen, schmiss ich auch noch mein inneres Motörchen an, und da war es um sie geschehen. So nahm sie mich gleich mit und wir tuckerten zusammen Richtung Seuzach, wo mich ein schönes Heim und einige sehr angenehme Kuschelplätze erwarteten. Ich fühlte mich sofort zu Hause und nahm nach kurzer Zeit völlig unprogrammmässig den Esstisch in Beschlag. Dank meinem berühmten Casablanca-Blick kann man mir natürlich nichts abschlagen. Aber ich bin ja so ein schlaues Kerlchen, wenn der Tisch gedeckt wird und Besuch kommt, weiss ich genau jetzt muss ich unten bleiben. Natürlich wird für mich ein Stuhl bereit gestellt, sodass der Besuch mich auch ausgiebig streicheln kann. Am liebsten ist mir Besuch von Damen, da zeige ich mich von meiner bestens Seite (Sie wissen schon Casablanca und so). Mit Männern habe ich nichts am Hut. Da kommt manchmal so einer, dann lasse ich mich einfach nicht blicken, „vernusche“ mein ganzes Ruheplätzchen. Mein Mami versteht mein Verhalten nicht, der sei doch so tierlieb? Aber so sind wir Katzen halt, unergründlich und speziell.

Was ich auch nicht mag, sind längere Telefongespräche, dann schimpfe ich laut und sause wie ein Rennpferd durch die Gegend. Schliesslich soll sich mein Mami mit mir beschäftigen nicht mit dem doofen Telefonapparat.
Jetzt bin ich schon bald ein Jahr hier und geniesse die Wohnung und 2 Balkone. Mit meinem Mami darf ich auch manchmal das Treppenhaus rauf und runter rennen, natürlich nur wenn sicher ist, dass keiner die Haustüre aufmacht, das hält mich fit. Zum Glück wollte meine Dosenöffnerin einem älteren Büsi ein schönes zu Hause geben und ich bin ja nu schon 13 Jahre alt (na ja für einen Charmeur wie mich ist das natürlich kein Alter – Männer wie ich werden ja je älter je schöner), aber dafür bin ich sehr gesprächig und plaudere gerne mit meinem Mami. Pech für Fineli, dass sie sich so ein schönes Zuhause entgegen liess, na ja vielleicht liest ihr ja jemand diesen Bericht vor, dann wird sie sicher gleich grün vor Neid. Aber ätsch, der Platz ist jetzt schon besetzt und zwar von mir. Gut grosszügigerweise überlasse ich ihr mein Mami so alle zwei Wochen für eine Schmuserunde im Tierheim, aber dann ist Schluss, dann gehört sie wieder ganz mir, jawoll...!

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