Tierheim Choli Saland


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Wer tut sowas
Von Elisabeth Frutiger

Die Leser werden mir verzeihen, wenn ich heute keine Geschichte zum Thema „Zuhause gesucht, Zuhause gefunden“ zum Besten gebe, nachdem sie folgendes gelesen haben: Vor ein paar Wochen brachte uns eine Dame drei allerliebste Jungbüsis vorbei. Sie hatte sie gefunden, in einer Papiertragtasche in einem Robidog zwischen Saland und Wila... entsorgt wie (verzeihen Sie die Wortwahl) Hundescheisse. Damit war das Problem für den Besitzer gelöst.

Wie kann man Katzen einfach weg werfen...!

<Er nahm den Tod der Kleinen einfach in Kauf. Sie waren erst ca. 6-8 Wochen alt, also noch zu jung von der Mutter weg, wenn auch „Gott sei Dank“ schon selbständig. Wer tut so was? Es sind wunderschöne Büsi, eine Mischung zwischen Maine Coon oder Waldkatze und normaler Katze. Eines ist rot-getigert, eines ist grau-braun-beige getigert und wunderschön gezeichnet und das dritte ist eine Art Smoke mit dunkelrauchgrau-bäunlichem Fell. Was ist bloss los mit den Menschen, wie kann man so etwas einfach wegwerfen. Und vor allem, das Leid, das diese Menschen über die Tiere bringen geht ja weiter. Die Mutter ist ja sicher unterdessen nicht kastriert worden also wird in ein paar Monaten das gleiche Tierelend wieder entstehen und dieses haben dann vielleicht nicht soviel Glück und werden von einer lieben Dame gefunden und ins Tierheim gebracht. Nun das Tierheim hat natürlich nicht gezögert und die armen Würmli aufgenommen und auch gleich dem Tierarzt gezeigt. Offensichtlich fehlt ihnen nichts und so haben wir eine „Kinderstube“ im Tierheim eingerichtet wo sie nun leben. Sie werden geimpft und dann entweder an Menschen abgegeben bei denen wir darauf vertrauen können, dass sie kastriert werden (wir verlangen auch den entsprechenden Beweis) oder dann bleiben sie bis zur Kastration bei uns. Wenn man einmal in der Kinderstube war, muss man sich schon sehr sehr zusammenreissen um nicht gleich alle Drei einzupacken und mit nach Hause zu nehmen.
Trotz diesem Anfang mit Schrecken gibt es auch etwas sehr Erheiterndes zu erzählen. Im Tierheim leben ja auch ein paar Hunde und unser Willy war schon immer ein grosser Katzenliebhaber, der auch gerne beim Putzen mit in die Katzenstuben geht und mit den Katzen, die es sich gefallen lassen, schmust. Aber das wir noch einen Katzenfreund haben, und zwar besonders einen „Katzenpapi“ das ist auch für uns neu. Unser Westi, der Benny hat vom ersten Tag an gleich vor der Katzenkinderstube Wache bezogen. Er sass nur noch vor dieser Tür und schlief auch dort. Zuerst war uns das nicht so geheuer, denn wir wussten nicht recht was wir daraus entnehmen sollten, doch dann wagten wir es, und liessen ihn zu den Kätzchen.
Was für ein Bild, der sonst ungestüme und auch manchmal etwas laute Benny bewegt sich zwischen den Dreien wie auf Zehenspitzen, ganz langsam und sanft, und die Drei schwärmen geradezu von ihm. Sie „köpfeln“ mit ihm, stubsen ihn und näseln auch zusammen, dass es eine wahre Freude ist, den Vieren zuzusehen. Er ist so lieb zu ihnen als wären es seine Kinder.

Kann es sein, dass er durch diese Baby an seine Kinder erinnert wird? Benny ist nämlich vor seiner Kastration noch Vater von 5 Hundekindern geworden. Wer weiss was in so einem Hundehirn vorgeht, aber für uns wäre es eine mögliche Erklärung für sein ungewöhnliches Verhalten, dass alle entzückt, die das sehen. So hat der schlimme Start ins Leben für die drei süssen Kätzchen doch eine erfreuliche Zwischenstation erreicht und wird hoffentlich durch ein tolles Zuhause zu einem guten Abschluss gebracht.

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