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Schnurrli & Mauzerli

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Schnurrli und Mauzerli
Von Martina Hobi

Der Einzug

Nun sind bereits über drei Monate vergangen als wir Schnurrli und Mauzerli (Bruno) zu uns nach Hause genommen hatten. Schon lange hatten wir vor gehabt, Sie alle zu informieren wie es um die beiden steht und was sie so treiben. Nun haben wir uns die Zeit genommen und euch diese kleine Zusammenfassung inklusive einigen Bilder zukommen zu lassen.
Die Heim Fahrt wurde vor allem von Schnurrli Musikalisch begleitet, Mauzerli schloss sich lediglich ab und zu beim Refrain an. Zuhause angekommen wurde natürlich erstmal die ganze Wohnung beschnuppert und anschliessend versteckte sich Schnurrli erstmal unter dem Bett, Mauzerli lies sich erst mal so richtig durch kraulen. Die Wohnung wurde schnell von beiden akzeptiert, beide fanden ihr Katzenklo und auch die Futternäpfe wurden schnell entdeckt und in Beschlag genommen.




Sicherer Balkon

Die erste Nacht war für alle beteiligten ziemlich schlaflos, Schurrli konnte einfach nicht aufhören zu „Singen“, demzufolge faul fiel auch der folgende Tag aus. Wir liessen beide das erste Mal auf den mit einem Netz gesicherten Balkon frische Luft schnappen. Schon bald mussten wir jedoch feststellen das beide den Drang hatten ihren Kopf durch einen Spalt, der zwischen dem Balkongeländer und Boden ist, zu drücken.
Da wir besorgt waren sie könnten sich dabei verletzen, kauften wir die Tage darauf zusätzlich einige Meter Maschendraht um diese Lücke zu „stopfen“. Nun können beide unbesorgt, und ohne das man die ganze Zeit nach ihnen schauen muss, auf dem Balkon herumtollen. Wir kauften für beide einen grossen Fressnapf für das Trinkwasser, einen kleineren doppelschaligen Fressnapf für das Nassfutter und eine weitere mittlere Schale für das Trocken-Futter. Nun unser „Plan“ ging nicht ganz auf, als wir beiden das erste Mal Nassfutter in den doppelschaligen Fressnapf geben wollten, liess Schnurrli Mauzerli einfach nicht ran. Selbst wenn Mauzerli als erster in der Küche war kam sie daher gerannt und drückte ihn einfach zur Seite. Der nächste Versuch war, zuerst Sie zu füttern, so dass er danach in Ruhe essen konnte. Als Sie fertig war kam er zwar zum fressen, schnupperte aber lediglich daran und lief wieder davon.
OK, dachten wir uns... dann halt umgekehrt. Wir sperrten Sie aus der Küche und gaben zuerst Ihm das Fressen. Das schien Anfangs recht gut zu funktionieren, abgesehen davon, dass Schnurrli während dessen ziemlich laut von sich gab, dass ihr das gar nicht passt aus der Küche geschlossen zu werden. Mittlerweile scheint es aber so das Mauzerli entweder dass ihm servierte Fressen gar nicht bekommt oder er einfach das Trockenfutter lieber hat, er nimmt einige Brocken und widmet sich dann entweder dem Trockenfutter oder gar nur dem Wassernapf. Mittlerweile lassen wir beide wieder gemeinsam Essen, da Mauzerli das Nassfutter sowieso nicht zu interessieren scheint. Interessant ist das Schnurrli, ziemlich anhänglich und verspielt ist, sich dauernd zu Wort meldet (uns anmaunzt). Sie lässt sich in der Regel herumtragen und liebt es wenn man mit Ihr schmust. Mauzerli hingegen ist ziemlich Ruhig, liegt meistens auf dem Sofa und schläft. Dafür kommt er zu uns ins Bett und schläft mit uns, und wenn er dann mal Lust zum schmusen hat spring er schon mal gerne zu einem auf den Schoss und schlabbert einem dabei sogar noch ab.

Der Bandwurm

Eines Abends kam Schnurrli daher gerannt und mauzte uns an. Ich nahm Sie hoch auf den Schoss und streichelte Sie während Sie sich Räkelte und wie ein Motor schnurrte. Plötzlich bemerkte ich dass Ihr ein weisser Faden am Hinterteil hing. Ich nahm das Ding weg und merkte das es sich bewegte, erschrocken warf ich es in an Abfallkorb und beobachtete es eine Weile bis mir klar wurde, das es ein Bandwurm war. Wir Recherchierten und informierten uns, was man dagegen unternehmen kann. Je mehr wir im Internet erfuhren, desto besorgter wurden wir. So besorgten wir beim Tierarzt Pillen für beide.
Sie weigerten sich unglaublich gegen die Einnahme der Pillen. Wir versuchten es zuerst ins Futter zu mischen. Sie assen alles rund herum weg und zottelten dann davon. Danach versuchten wir es in Rahm aufzulösen, dies schien uns eine bessere Idee. Nach langen Geduldsproben funktionierte es, wenn auch mit ein wenig Überzeugungsarbeit. Wir sahen zumindest keine weissen Würmer mehr an bzw. aus ihr herumkriechen oder gar am Boden.
Als die beiden herausfanden, dass es in der Badewanne nach dem Duschen natürlich noch Wasserrückstände gibt, sprangen sie immer öfters in die Badewanne um diese ab zu schlabbern. Mit der Zeit lagen sie, vor allem Mauzerli, als wir nach der Arbeit nach Hause kamen, schon in der Badewanne. Wenn man das Badezimmer betritt hört man ein leises miauen hinter dem Duschvorhang hervor, dies hiess so viel wie das sie frisches Wasser haben möchten. So ging es Wochen lang weiter. Plötzlich entdecke Mauzerli das Lavabo. Inzwischen liegt er öfters am Tag im Waschbecken und wartet bis man ihm frisches Wasser einlässt, meistens gesellt sich Schnurrli auch zu ihm.
Kaputte Vasen... aber wir lieben die beiden

So das sind einige wenige Eindrücke wie wohl sich die beiden bei uns fühlen. Wir könnten noch so vieles mehr schreiben, doch das würde den Rahmen dieses Mails ziemlich sprengen. Lieber senden wir Euch einige Bilder zu die für sich selber sprechen.
Auch wenn die beiden manchmal wie von Bienen gestochen in der Gegend herumrennen, Vasen zu Boden stossen und diese so kaputt machen, Blumen an knabbern bis diese eingehen oder spät in der Nacht herum mautzen, wir lieben die beiden und freuen uns so sehr das wir (bzw. sie uns) gefunden haben und würden sie nie mehr hergeben.

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