Tierheim Choli Saland


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Und trotzdem...

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Manchmal geht nicht alles auf Anhieb gut... trotzdem ein Happy-End!

Wir hatten im Tierheim eine schöne dreifärbige Katze Namens Fineli. Sehr anhänglich und verschmust. Vor allem liebte sie es einem auf den Knien zu sitzen und das am liebsten stundenlang. Sie kam ins Tierheim, weil sie bei sich zu Hause überall hin uriniert hat und zwar vor allem auf Bettdecken, Kissen, Sofas und Sessel. Irgendwann ging es einfach nicht mehr, man kann ja nicht die ganze Wohnung in Plastik auskleiden. Bei uns im Tierheim ist es nicht so schlimm wenn eine Katze neben das Kistli macht.

<Sie macht nicht ins Chistli...>

Man muss ja eh putzen und unsere „Polstergruppen“ sind zum Glück ja alt und nicht für Menschen bestimmt. Allerdings ist zu sagen, Fineli macht im Tierheim nicht auf Sessel oder Betten, aber vermutlich sind einige Pfützchen, die neben dem Kistli landen, von ihr. Eines Tages kam eine sehr nette und freundliche Frau und verliebte sich auf Anhieb in Fineli (natürlich verliebte sich auch Fineli, nachdem sie – siehe oben – stundenlang von der Dame auf dem Schoss gekrault worden war). Wir warnten die Dame, dass sie vielleicht nicht viel Freude mit ihr haben werde, denn eben sie mache nicht ins Kistli. Die Dame sagte, vielleicht habe Fineli nur noch nicht den richtigen Platz gehabt, vielleicht habe sie darum daneben gemacht. Wir hatten das auch schon überlegt, denn solches ist ja schon öfters vorgekommen.
Also haben wir den Versuch gewagt, haben aber der Frau versprochen, dass sie Fineli wieder bringen darf, wenn es wirklich nicht klappen wollte. Und so zogen zwei glückliche „Damen“ von dannen. Leider, wirklich leider, wusste aber Fineli auch diesen famosen und liebevollen Platz nicht zu würdigen, im Gegenteil; sie urinierte was das Zeug hielt und obwohl die Dame es sogar ein paar Monate aushielt, weil sie Fineli so sehr liebte, ging es auf die Dauer einfach nicht. Also brachte sie uns Fineli zurück. Sie war sehr verstört und unglücklich und weinte sehr (die Dame). Fineli hingegen ging zu ihren Kollegen als wäre sie nie weggewesen! Um die Dame ein bisschen zu trösten baten wir sie, doch ab und zu vorbeizukommen und Fineli halt bei uns zu kraueln und zu verwöhnen.
So übernahm die Dame die Patenschaft für Fineli und besuchte sie alle paar Wochen, wobei sie sich immer einen halben Tag Zeit nahm. In dieser Zeit befreundete sie sich mit einem unserer schönsten Gäste einem schwarzen Waldkater (ich weiss nie ob sie sibirisch oder norwegisch sind, aber Waldkatze stimmt), ein Prachtskater und sehr verschmust und auch er zurückgegeben, weil es zu Haus nicht klappte. Hier aber weil seine Besitzerin, die am Anfang viel Zeit für ihn hatte, dann wieder mehr arbeiteten ging und dann fand, dass er sei zunehmend traurig sei, weil er wohl zuviel allein wäre. Unsere liebe Frau aber hatte Zeit. Sie ist zu Hause und verwöhnt die Büsi’s mit viel Zärtlichkeit und Streicheleinheiten. Also haben wir ihr gut zugeredet, sich doch den Beatle ins Haus zu holen – und siehe da, das war das Happy-End.
Die Dame und Beatle sind ein Herz und eine Seele, er wird verwöhnt und sie wird von ihm umschnurrt und umgurrt und das schönste an der Geschichte: Die Dame hat Fineli nicht etwa vergessen, noch immer kommt sie alle zwei Wochen ins Tierheim und kümmert sich um die Streicheleinheiten von Fineli – und von allen anderen die sich natürlich auf die Streicheltante richtiggehend freuen. – Auch so kann Tiervermittlung aussehen.

Elisabeth Frutiger

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