Tierheim Choli Saland


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Vorstellung & Realität

Vermittlungen

Katzenvermittlung Tierheim Choli

Für einmal möchte ich nicht über die Katzen in unserem Tierheim berichten, sondern über Menschen, die eine oder zwei Katzen aus dem Tierheim zu sich nehmen möchten. Hier liegen die Vorstellungen der angehenden Katzenbesitzer und diejenigen der Tierheimmitarbeiter zum Teil fast schon meilenweit auseinander.
So gibt es Menschen, die einfach aus Langeweile, oder weil ihre Freunde, Verwandten oder Nachbarn auch so eine herzige Katze haben, nun auch eine Katze wollen. Und zwar eine, die von Anfang an funktioniert. Das heisst:

  • Die Katze muss sich gleich im Tierheim in die Arme der Interessenten stürzen.
  • Wenn es geht, muss sie einer Katze die mal man gehabt hat bzw. die man kennt gleichen.
  • Falls man soeben seine eigene Katze hergeben musste (Tod durch Ueberfahren oder Einschläfern wegen Krankheit) muss die neue Katze den gleichen Charakter haben wie die bisherige und möglichst auch die selbe Farbe.
  • Sie muss sich gleich am ersten Tag im neuen Heim wohl fühlen und sich benehmen, als wäre sie schon immer dort gewesen.
  • Hat die Katze am Anfang etwas Durchfall, frisst schlecht, muss erbrechen (was ja vom Umzug her normal ist) oder geht in den ersten Tagen mal ein Geschäft neben das Kistli, wird sie sofort wieder ins Tierheim zurückgebracht.


Junge, berufstätige Leute
Hier sind die jungen Leute. Sie sind soeben von zu Hause ausgezogen und leben entweder allein oder mit dem Freund bzw. der Freundin zusammen (seit ein paar Wochen evtl. Monaten). Sie haben viele Hobby's, schmieden Pläne und sind viel abwesend, zumal sie beide zu 100% ihrer Arbeit nachgehen. Aber zu Hause bei den Eltern hatte man eine Katze (das heisst meistens war es ja wohl die Mutter die der Katze schaute, zudem waren das evtl. Freigänger) und nun möchten sie eine Wohnungkatze. Aber natürlich soll sie dann von Beginn weg funktionieren (siehe oben aufgeführte Punkte).

Ältere Menschen und junge Katzen
Dann sind da die älteren Menschen, die ihr 15-18 jähriges Büsi einschläfern lassen mussten (was wirklich sehr traurig ist und auch sehr weh tut). Nun möchte man ein möglichst junges Büsi, damit das dann nicht auch gleich wieder krank wird und hergegeben werden muss. Diese Menschen wollen nicht begreifen, dass die Katze in ein paar Jahren wieder im Tierheim landet, weil sich die älteren Menschen aus Krankheitsgründen nicht mehr um sie kümmern können, oder vielleicht sterben. Dass dann die Katze meist auch eine ältere Katze ist und es dann sehr schwer wird vermittelt zu werden, wird dabei nicht in Betracht gezogen.

Gesicherte Balkone / Terrassen - warum?
Dann jene Menschen, die partout nicht einsehen wollen, dass der Balkon für eine Wohnungskatze mit Netz gesichert sein muss. Der ewige Spruch... "aber wir hatten doch schon vorher Katzen und nie ist eine über den Balkon rausgefallen"... können wir schon gar nicht mehr hören, denn diese Leute (und Katzen) hatten ganz einfach Glück. Desweitern liegen Leute die annehmen, weil die Verwaltung Katzenhaltung erlaubt, sei auch das anbringen eines Katzennetzes automatisch erlaubt, leider falsch. Viele Verwaltungen sind strickte gegen Katzennetze. Also ist eine vorherige Abklärung notwendig, die man sich schriftlich bestätigen lässt.

'Zweitkatze' gestorben - muss sie <ersetzt> werden?
Und zuletzt noch die Menschen, die zwei Katzen hatten und nun ist eine gestorben. Schon nach ein paar Tagen wollen sie ihrem Büsi, das nun um seinen Kameraden trauert eine neue Katze 'hinstellen'. Aber die Katze braucht Zeit um den Verlust zu verarbeiten, und es ist sogar vielfach bei ältern Katzen so, dass sie, nachdem sie jahrelang ihre Besitzer teilen mussten nun überglücklich sind, die ungeteilte Aufmerksamkeit für sich zu haben. Sie sind allein dann viel glücklicher.
Oder die Menschen, die verunsichert sind, weil sie gehört haben, man dürfe eine Katze nicht mehr allein halten. Es ist richtig, dass wenn Menschen 100 Prozent berufstätig sind, es besser ist zwei Katzen zu haben. Nur, Katzen sind keine Maschinen, es gibt sehr viele Katzen, die sich absolut nicht mit ihren Artgenossen vertragen. Dann ist es besser, diese Katze hat am Tag ihre Ruhe und kann dann abends ausgiebig mit ihren Menschen schmusen und spielen, als sie würde sich bis aufs Blut mit einem Kollegen fetzen, oder vor Angst vor dem Neuen, nur noch unter dem Bett oder sonst in einem Versteck leben. Natürlich sieht es anders aus wenn eine junge, verspielte Katze ihr Gspänli verliert, diese Katzen brauchen in den meisten Fällen so bald wie möglich wieder einen Spielkollegen im gleichen Alter. Der Neue wird dann auch meistens gut akzeptiert (natürlich gibt es auch da Ausnahmen).

Es wäre toll wenn Menschen, die sich eine Katze wünschen (vor allem bei Wohnungskatzen), sich bereits vorab ausführlich über Katzenhaltung informieren würden. Es gibt sehr gute Literatur, es gibt Freunde (natürlich Katzenbesitzer) die man fragen kann und es gibt viele Tierheime, die ausführlich informieren.

Tierheim Choli - Katzenvermittlung
Elisabeth Frutiger

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