Tierheim Choli Saland


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Weihnachten

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Keine Weihnachtsgeschichte
Von Elisabeth Frutiger

Vier unserer „neuesten“ Tierheiminsassen sitzen seit vier Monaten in Quarantäne, und das nur wegen völlig überholter Gesetze und auf Grund der Umgehung der Einfuhrbestimmungen. Aber beginnen wir doch die Geschichte von Anfang an, die mit einem Anruf vom Tierschutzverein Basel Ende Juli ihren Anfang nahm.

70 Katzen
Man hätte bei einer Frau im Elsass (welche sage und schreibe mit 70 Katzen zusammenlebte) die Katzen holen müssen und sei nun auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten. Viele seien schon platziert worden und nun würden sich noch vier Büsi’s in Deutschland aufhalten, welche noch keinen Platz gefunden hätten. Nun wie kann man da nein sagen. Unser Herr Gasser machte also alles für den Transport und die Überführung klar, wies auch mehrfach darauf hin, dass man gefälligst alle Impf- und Einfuhrbestimmungen genauestens einzuhalten habe und so kamen die 4 Katzen nach einer sehr langen Fahrt von Deutschland über Basel nach Saland. Da waren nun die armen Geschöpfe, völlig gestresst und orientierungslos. Und natürlich mussten sie auch noch erst zum Tierarzt. Während der ganzen Umtriebe bekam Herr Gasser dann mit, dass die beiden Damen aus Deutschland die Katze illegal in die Schweiz eingeführt hatten. Das heisst, sie haben sich nicht am Deutschen und schon gar nicht am Schweizer Zoll gemeldet. (Aussage: Der Zöllner habe sie ja einfach „durchgewinkt“). Daraufhin musste sofort das Veterinäramt informiert werden, welche natürlich eine viermonatige Quarantäne anordnete wegen Tollwutgefahr. (Obwohl in Frankreich und auch in Deutschland gar keine Tollwut mehr besteht). Aber eben Gesetz ist Gesetz auch wenn es oft zum Nachteil der Katzen ist.

Obwohl alles völlig korrekt abgewickelt wurde (auch mit Unterstützung des Tierarztes), brachte es das Veterinäramt fertig, dem armen Herr Gasser einen gehörigen Schrecken einzujagen. Er bekam nämlich eine Anklageschrift, er habe die Katzen illegal importiert. Er wurde in der Schrift mehrfach als Importeur von Tieren betitelt und es wurden ihm Kosten in Aussicht gestellt, sowie bei Zuwiderhandlung ein Verfahren. Nur mit viel Schreibarbeit konnten wir den Herren dort klarmachen, dass Herr Gasser weder ein „Tierimporteur“ ist, noch dass das Tierheim, dafür, dass es für heimatlose Tiere einen Platz bot, auch noch für die Kosten aufkommen muss. So leben die vier armen „Huschelis“ nun also bei uns und werden hoffentlich in den nächsten Tagen aus der Quarantäne entlassen. Leider sind alle sehr scheu und es wird viel Zeit vergehen, bis man diese Katzen platzieren kann, denn alle Leute die einer Katze ein Zuhause bieten möchten, hätten halt schon gern ein Büsi das sich auch mal ein bisschen streicheln und schmusen lässt. Nun, wir können nur hoffen, dass sich die vier wieder an Menschen gewöhnen und lernen, uns zu vertrauen. Wir haben unsere Lehre daraus gezogen.

Sollte wieder mal so eine Anfrage kommen werden auch wir sagen müssen: „Sorry kein Platz mehr frei“! Denn nicht nur dass es für die Katzen kein „Schleck“ ist, war die ganze Geschichte auch für uns eine grosse Belastung.

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