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Wie man sich täuschen kann...
Von Elisabeth Frutiger

Ja auch langjährige und eingefleischte Katzenkenner werden manchmal noch zum Narren gehalten. Vor ca. 8 Wochen haben wir aus einem Wurf vom Bauernhof drei kleine Katzen erhalten, sie waren damals grade mal 4 oder 5 Wochen alt. Auch die Mutter kam mit, sodass die Aufzucht kein Problem war. Es waren dies 1 Junge und 2 Mädels. Ruben, Rahel und Rebekka. Ruben war ganz katermässig seinen beiden Schwestern im Fressen und ergo auch im Gewichtszunehmen immer einige Schritte voraus.

Er wog immer etwas das Doppelte von der kleinen zarten Rahel. Rebekka war so in der Mitte. Bald schon kamen Interessenten für die Kleinen, obwohl sie natürlich noch ein paar Wochen bei uns bleiben werden, bis sie fertig geimpft sind. Zuerst kam ein junges Paar, welches bereits eine Katze hat, (das Gspänli ist leider unter sehr traurigen Umständen verstorben) und sie wollten gerne wieder ein junges Kätzchen damit ihr Johnny nicht so traurig sei. Bei drei Kätzchen ist es ideal, wenn jemand eine Zweitkatze sucht, da wir ja die kleinen sonst nur pärchenweise abgeben.
Unsere kleine Rahel schmiss sich dem jungen Mann buchstäblich an den Hals (sprich an den Brustkorb) und war fast nicht mehr herunterzukriegen. Wen wunderts, dass er sich auf der Stelle in die Kleine verliebte, obwohl die Freundin eigentlich lieber ein Tigerli (das wäre Rebekka) gehabt hätte, spürte man schon wie es herauskommen wird. Ich selber fand Ruben passender, weil der Johnny schon 3 jährig ist und vielleicht nicht mehr so verspielt, denn Ruben ist ein eher ruhiger, stiller Kater. Die beiden Menschen wollten sich noch beraten und uns dann Bescheid geben für welches Kätzchen sie sich entschieden haben. Ein paar Tage später stand schon wieder ein junges Paar vor der Türe die ein Katzenpärchen suchten. Also sahen auch sie sich die 3 Süssen an. Und was passiert, die Rahel (untreue Tomate) schmiss sich nun diesem Herrn an die Brust. Und natürlich verliebte sich der junge Mann (Männer!!!) geradewegs in sie. Die Freundin fand, sie hätte zwar lieber ein Pärchen gehabt, also Junge und Mädchen, aber ihr gefiel halt die Rebekka so sehr (wir Frauen fahren offensichtlich sehr auf Tigerli ab). Natürlich sagten wir ihnen, dass Rahel sozusagen reserviert sei, aber wir seien noch nicht ganz sicher. Nun fanden sie, zwei Mädels wären eben doch sehr toll, und sie wären froh, wenn sie Rahel und Rebekka haben könnten. Aber sie wussten auch, wer zuerst kommt mahlt zuerst, und wir sagten ihnen, dass wenn sich das andere Paar doch für Rahel entscheide, dann hätten sie halt schon Vorrecht. Das verstanden sie auch.



Die grosse Liebe... Rahel

Gleich darauf kam die Nachricht vom ersten Paar. Rahel muss es sein, die Liebe des jungen Mannes war zu gross. Also schrieb ich den zweiten Interessenten, es tue uns leid, aber wenn sie sich für Ruben und Rebekka mit vollen Herzen erwärmen könnten, stünde diesem Wunsch nichts im Wege.
Die Antwort war: Natürlich freuen wir uns auch über Ruben und Rebekka, zumal wir jetzt auch finden, ein stiller Bube mit einer sehr lebhaften Rebekka sei vielleicht doch dies bessere Mischung. Alles waren zufrieden und wir natürlich auch. Aber jetzt kommts: zwei Tage später war der erste Tierarztbesuch angesagt, Leukosetest und erste Impfung. Da wird nochmals alles genau kontrolliert für den Eintrag ins Impfbüchli, auch das Geschlecht. Und was passiert? Er entpuppt sich als eine Sie!! Unser grosser, ruhiger, souveränder Kater ist ein Mädel.
Wir waren so perplex und auch die Aerztin fand, aber alles an ihm sehe doch aus wie ein Kater auch die Grösse und alles, dass sie das Geschlecht noch von ihren zwei Kolleginnen bestätigen liess. Es war so: Er war eine Sie. Nun stand ich da!! Was soll ich den nun dem jungen Paar sagen, das sich nun auch ihr gemischtes Doppel freute?? Wie peinlich, (allerdings haben wir uns tagelang fast totgelacht, aber wir wussten ja nicht wie die jungen Leute reagieren würden) also die Geschichte bestmöglich verkaufen. Ich schrieb also: Liebe Herr und Frau …. Da wir immer bestrebt sind alle Kundenwünsche bestmöglich zu erfüllen, haben wir es nun möglich gemacht, dass Sie doch zwei Mädels bekommen. Mittels einer Geschlechtsumwandlung (oder Wunder, oder wie immer Sie wollen) wurde aus Ruben eine Rubina. Können Sie uns (ihm) verzeihen und sich auch auf zwei Mädels freuen??

Natürlich konnten sie, und so werden unsere Rubina (die immer noch doppelt so gross und doppelt so ruhig ist wie ihre Schwestern) und Rebekka ein tolles neues Zuhause finden, wo wohl noch oft gelacht wird, sobald die Leute die Geschichte des Ruben erzählen werden.

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